Veranstaltungskalender
Vernissage - Acrylmalerei in seiner Vielfalt Kunst von Kurt Pierrot im Haus der Begegnung
Beschreibung
Acrylmalerei in seiner Vielfalt
Kunst von Kurt Pierrot im Haus der Begegnung
Die meisten Menschen haben die Gabe zu malen – nur
die wenigsten nehmen die Gelegenheit wahr, dies zu
entdecken.“ Dieser Überzeugung folgt der Homburger
Künstler Kurt Pierrot, der seit über 14 Jahren malt und nun
eine Auswahl seiner Werke in einer Ausstellung im „Haus
der Begegnung“ präsentiert.
Kurt Pierrot, 1964 in Zweibrücken geboren kam erst vor 18 Jahren nach Homburg,
wo er am Universitätsklinikum des Saarlandes als Krankenpfleger arbeitet.. Zur
Kunst fand er auf ungewöhnliche Weise: Als er sich 2011 in einer persönlichen Krise
befand und seine Wohnung renovierte, entdeckte er bei den Streicharbeiten den
Reiz mit Farbe und Pinsel umzugehen. darauf wagte er erste Versuche mit Acryl auf
Leinwand – als Ausgleich, aber auch als kreatives Ventil . Um sich von der
persönlichen Misere abzulenken definierte Pierrot nun die Malerei zu seinem neuen
Hobby – malte und lernte zugleich in autodidaktischer Weise. Schon nach 3 Monaten
entstand das Bild, welches einen Beduinen auf einem Kamel in der Wüste zeigt: Sein
erstes Meisterwerk oder zumindest auch heute noch ein Werk, an welches er sich
auch heute noch gerne erinnert. Überhaupt bezeichnet er noch heute seine ersten
Arbeiten als seine „Babys“.
Nur zwei Jahre später kam der Wunsch , seine Werke erstmals öffentlich zu zeigen –
ebenfalls im Haus der Begegnung in Homburg-Erbach. Es sollte nicht die letzte
Ausstellung sein.
Das künstlerische Schaffen ging weiter und meist wurde der Künstler selbst vom
Ergebnis überrascht. „Es ist eher selten, dass ich von Beginn an einem festen
Fahrplan folge. Vielmehr lasse ich mich von meinen Emotionen und den Farben
inspirieren – male und ändere, folge meinen Ideen und verwerfe diese wieder“. Dabei
hat sich Kurt Pierrot nie auf eine bestimmte Kunstrichtung festgelegt. Von abstrakt bis
hin zu gegenständlichen und nahezu fotorealistischen Bildern hat er schon alles auf
die Leinwand gezaubert. Er mag den Umgang mit der Acrylfarbe, da diese recht
schnell abtrocknet. Auch von den Themen her hat er sich nicht festgelegt, sondern
versucht sich an vielen Motiven. Immer wieder entstehen Tiere, wie Pferde, Giraffe,
Elefanten, Schmetterlinge und vieles mehr. Ein Objekt, welches sich auffallend oft auf
seinen Gemälden wiederfindet sind Glaskugeln und Wassertropfen. Mit dem Setzen
der Lichtpunkte und der Transparenz kann er sehr gut eine dreidimensionale Wirkung
erzeugen.
2018 traf ihn eine einschneidende Diagnose: Parkinson. Doch anstatt sich
zurückzuziehen, öffnete er sich neuen künstlerischen Wegen – diesmal mit
Aquarellfarben. Besonders im Jahr 2019 entstanden zahlreiche feine
Pflanzenmotive, die ihm halfen, mit der neuen Lebenssituation umzugehen.
Neben der Malerei fand Pierrot einen weiteren Ausgleich im Tischtennissport. Bei den
Tischtennisfreunden Homburg-Erbach gründete er eine eigene Parkinson-Gruppe,
mit der er inzwischen bundesweit bei Turnieren erfolgreich ist – sogar auf
Weltmeisterschaften. Für das PingPongParkinson-Turnier im Februar 2025, das sein
Verein ausrichtete, schuf er für jeden Teilnehmer ein persönliches Mini-Porträt – ein
Geschenk mit bleibendem Wert.
Von bislang mehr als 600 gefertigten Bildern haben viele schon den Besitzer
gewechselt. Schon seit einiger Zeit sind etwa 60 Bilder als Dauerausstellung in den
MEDICLIN Bliestal Kliniken in Lautzkirchen zu sehen.
Sein Schaffensdrang ist ungebrochen. Inspiriert von Künstlern wie dem
französischen Abstraktmaler John Beckley träumt Pierrot davon, eines Tages an
einer Großleinwand in Lebensgröße zu arbeiten.
Nun kehrt er mit einer neuen Ausstellung an den Ort seiner ersten Präsentation
zurück: Ab dem 19. September 2025, 18:00 Uhr, lädt das Haus der Begegnung zur
Vernissage mit einer Einführung und einem kleinen Umtrunk ein. Bis einschließlich
November können Besucher die Werke während der regulären Öffnungszeiten
besichtigen. Alle ausgestellten Gemälde sind nummeriert, betitelt .
Der Künstler möchte mit seinen Bildern zum Nachdenken anregen und lädt alle
Besucher ein, ihre ganz eigenen Eindrücke und Gedanken mitzunehmen. Eigene
Interpretationen sind nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht.
Wir freuen uns über viele Besucher – nicht nur aus Interesse an der Kunst, sondern
auch als Zeichen der Unterstützung:
Denn auch mit Parkinson ist es möglich, kreative und beeindruckende Werke zu schaffen.
Und wie jede Idee beginnt auch jedes Kunstwerk mit dem ersten Pinselstrich.
